Wer pflegt Inhalte, und wie oft?
Ein Marketing-Team, das wöchentlich publiziert, braucht einen anderen Editor als eine Person, die quartalsweise einen Preis anpasst. Die Antwort entscheidet zwischen CMS, SaaS-Baukasten und gar keinem System.
Ein ehrlicher Vergleich. Ohne Lieblingssystem.
Wir arbeiten mit den meisten CMS und sind an keines gebunden. Das Werkzeug folgt der Aufgabe, nicht umgekehrt. Hier steht, welches System wofür taugt, was es kostet und wo seine Grenzen liegen.
Im August ist noch ein Projektslot frei.
Die Entscheidungsfrage zuerst
Die Frage kommt vor jedem Vergleich, und die meisten überspringen sie. Ein CMS lohnt sich, wenn du regelmässig selbst publizierst: Blog, News, Stellen, neue Seiten. Dann zahlt sich der Editor jeden Monat aus.
Ändert sich deine Website aber zwei, drei Mal im Jahr, kaufst du mit einem CMS Flexibilität, die du nicht nutzt. Und zahlst dafür mit Updates, Sicherheitspflege und laufenden Kosten. Eine statisch gebaute Website ist schneller, sicherer und im Unterhalt am günstigsten. Änderungen machst du selbst, wenn du ein wenig technisch bist. Oder wir übernehmen sie für dich.
Kriterien
Fünf Fragen zu deinem Projekt, aus deren Antworten sich das System ergibt.
Ein Marketing-Team, das wöchentlich publiziert, braucht einen anderen Editor als eine Person, die quartalsweise einen Preis anpasst. Die Antwort entscheidet zwischen CMS, SaaS-Baukasten und gar keinem System.
Zwei Sprachen kann fast jedes System. Vier Sprachen mit Übersetzungs-Workflow und Fallback-Logik können wenige gut. Hier trennen sich TYPO3 und Drupal vom Rest.
Publiziert eine Person, ist das kein Thema. Publizieren zehn Personen in drei Abteilungen mit Freigabeprozess, wird es das zentrale Thema. Systeme, die das nicht ab Werk können, biegt man nur mit Aufwand dorthin.
Seiten und Blogposts kann jedes CMS. Produkte mit Varianten, Standorte mit Öffnungszeiten, Kurse mit Terminen: Sobald Inhalte Datenstruktur haben, brauchst du ein System, das Inhaltstypen und Beziehungen sauber modelliert.
Das ehrlichste Kriterium, und das am häufigsten vergessene. Jedes CMS kostet nach dem Launch weiter: Updates, Lizenzen oder Abos, Pflege. Wir rechnen diese Zahl vor der Systemwahl, nicht nach dem ersten Jahr.
Der Vergleich
Die kurze Antwort zuerst, die Details pro System zum Aufklappen.
Der Standard für content-getriebene KMU-Websites. Riesiges Ökosystem, und fast jede Redaktion kennt es schon.
Der Klassiker für grosse, mehrsprachige Auftritte mit Rollen, Rechten und Freigaben. In der Schweiz tief verankert.
Stark, wenn Inhalte Struktur haben: viele Inhaltstypen, Beziehungen, Ansichten. Open Source ohne Lizenzkosten.
Visuell bauen, schnell live. Stark für Marketing-Sites, bei denen Design und Tempo zählen.
Inhalte im CMS, Frontend frei gebaut. Maximale Performance und volle Freiheit im Frontend-Stack.
Strapi · Sanity · Storyblok · Payload
Flat-File-CMS auf Laravel-Basis. Kein Datenbank-Ballast, sauberer Git-Workflow, angenehmer Editor.
Flexibles Content-Modell und ein Editor, den Redaktionen wirklich gern benutzen.
Flat-File, leichtgewichtig, komplett formbar. Ein Werkzeugkasten statt einer Vorlage.
Solides Open-Source-System aus dem deutschsprachigen Raum. Stark bei Rechten, Mitgliederbereichen und Formularen.
Statisch gebaut, ohne Admin-Bereich. Am schnellsten, am sichersten, am günstigsten im Unterhalt.
Abseits des Mainstreams
Die bekanntesten CMS sind nicht automatisch die besten für deinen Fall. Einige der angenehmsten Projekte laufen auf Systemen, die in keinem Agentur-Pitch vorkommen. Wir haben mit den meisten davon gearbeitet, und manche empfehlen wir öfter, als ihr Marktanteil vermuten lässt.
Flat-File statt Datenbank: Inhalte liegen als Dateien im Git-Repository, versioniert wie der Code. Das macht Deployments und Staging trivial und die Angriffsfläche klein. Der Editor gehört zu den aufgeräumtesten am Markt. Für kleine bis mittlere Sites, die ohnehin von Entwicklern betreut werden, oft die eleganteste Wahl. Die Lizenz pro Site ist der Preis dafür.
Craft macht eines konsequent: Inhalte modellieren, ohne dir ein Layout aufzuzwingen. Felder, Sektionen und Matrix-Blöcke bilden fast jede Inhaltsstruktur ab, ohne Plugin-Flickwerk. Redaktionen, die von WordPress kommen, wollen selten zurück. Die Community ist kleiner, dafür ist die Qualität im Kern hoch.
Ebenfalls flat-file, noch leichtgewichtiger: Kirby ist weniger Produkt als Werkzeugkasten. Das Panel lässt sich exakt auf deine Inhalte zuschneiden, nichts ist Konvention, alles ist formbar. Stark für Portfolios und redaktionelle Projekte mit eigenem Charakter. Wer viel Standard-Funktionalität erwartet, baut hier mehr selbst.
Im deutschsprachigen Raum solide verankert, mit sauberem Rechte- und Mitgliedersystem und guten Formularen ab Werk. Viele Contao-Installationen laufen seit über zehn Jahren stabil. Wenn du eine davon hast, muss sie nicht ersetzt werden, sie braucht jemanden, der sie pflegt und weiterentwickelt.
Und die headless Nische, Strapi, Sanity, Storyblok, Payload, wächst am schnellsten. Wann sich das lohnt und wann es Overkill ist, steht auf der Seite zum Headless CMS.
Der Punkt dahinter: Das Werkzeug folgt der Aufgabe, nicht umgekehrt. Wenn dein Projekt auf Statamic besser fährt als auf WordPress, bekommst du von uns Statamic empfohlen.
Unsere Methode
Die CMS-Wahl ist bei uns Teil der Discovery, nicht eine Vorliebe, die schon vor dem ersten Gespräch feststeht. Drei Regeln:
Erst klären wir, wer was wie oft pflegt und welche Struktur die Inhalte haben. Dann fällt die Systemfrage, meist von selbst.
Jede Empfehlung kommt mit den laufenden Kosten für fünf Jahre: Updates, Lizenzen, Abos, Pflege. Das günstigste Projekt ist nicht immer das günstigste System.
Bevor wir übergeben, setzen wir die Leute ans System, die später die Inhalte pflegen: Sie erfassen echte Seiten und Texte. Wo sie stolpern, bessern wir nach. Vor dem Launch, nicht danach.
Das Ergebnis ist eine Empfehlung, die wir dir begründen können. Satz für Satz, Zahl für Zahl.
FAQ
Keines. Es gibt nur das beste CMS für deinen Fall. Wer pflegt Inhalte, wie oft, in wie vielen Sprachen, mit welchem Budget für den Unterhalt? Aus diesen Antworten ergibt sich das System, nicht umgekehrt. Deshalb steht auf dieser Seite ein Vergleich statt einer Empfehlung für alle.
Eine Unternehmenswebsite mit CMS kostet bei uns typisch CHF 8'000–12'000, mehrsprachige Auftritte mit Rollen und Workflows CHF 14'000–28'000. Das CMS selbst macht dabei weniger aus als Umfang und Inhalte. Alle Zahlen und ein Kostenrechner: Was kostet eine Website?
Open Source (WordPress, TYPO3, Drupal) heisst: keine Lizenzkosten, volle Kontrolle, dafür trägst du Hosting und Updates. SaaS (Webflow, Storyblok, Sanity) heisst: Abo-Kosten und Bindung an den Anbieter, dafür weniger Betrieb. Beides ist legitim. Entscheidend ist, ob du die Bindung bewusst eingehst und die laufenden Kosten kennst.
In den meisten Fällen ja. Wir haben mit den meisten verbreiteten CMS gearbeitet und starten immer mit einem Audit: Version, Erweiterungen, Sicherheit, Performance. Danach weisst du, was die Übernahme kostet und ob sich das System für deine Zukunft noch lohnt.
Das hängt an der Menge und Struktur der Inhalte, nicht am Zielsystem. Ein paar Dutzend Seiten sind schnell migriert, tausende Datensätze mit Verknüpfungen brauchen ein Migrationsskript und saubere Tests. Wir schätzen das im Audit und sagen dir vorher, ob sich die Migration lohnt oder ob dein aktuelles System saniert besser fährt.
Ehrliche Antwort: nicht immer. Ändert sich deine Website ein paar Mal im Jahr, fährst du ohne CMS schlanker: schneller, sicherer, günstiger im Unterhalt. Änderungen machst du selbst, wenn du ein wenig technisch bist. Oder wir übernehmen sie für dich. Ein CMS lohnt sich, wenn du regelmässig selbst publizierst.
Bei Open-Source-CMS: Updates, Backups und Monitoring, bei uns CHF 600–1'200 pro Jahr je nach System und Grösse. Bei SaaS-CMS kommen die Abo-Kosten des Anbieters dazu. Eine statische Website ohne CMS liegt deutlich darunter. Diese Zahl gehört in jede CMS-Entscheidung, wir rechnen sie darum von Anfang an mit.
Mit den meisten: WordPress, TYPO3, Drupal, Webflow, headless Systeme wie Strapi, Sanity, Storyblok und Payload, dazu Statamic, Craft, Kirby und Contao. Wir sind an kein System gebunden und empfehlen dir das, das zu deiner Aufgabe passt. Auch wenn die Antwort "gar keins" heisst.
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15 Minuten, kein Pitch. Du erzählst uns, was deine Website können muss. Wir sagen dir, welches System dein Fall braucht und was es kostet.
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Im August ist noch ein Projektslot frei.